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14.04.2017 Auszug aus Bergischer Volksbote

Pfotentisch hilft Missy auf die Beine

Von Jennifer Preuß

Kristin Rottmann setzt sich mit ihrem Verein dafür ein, einem Hund mit Handicap aus dem Rollstuhl zu helfen. Mi sy sucht ein neues Herrchen.

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Vereinsvorsitzende Kristin Rottmann (links) und Vereinsmitglied Nicole Köhler kümmern sich um Missy (mitte) und weitere Pflegehunde. JP

Vereinsvorsitzende Kristin Rottmann (links) und Vereinsmitglied Nicole Köhler kümmern sich um Missy (mitte) und weitere Pflegehunde.

Burscheid. Missy ist eine Kämpfernatur. Das hat Kristin Rottmann gleich erkannt. Seit etwas mehr als einer Woche lebt Missy nun in Burscheid. Jeder Passant dreht sich um, wenn er sie sieht. Sie ist anders als ihre Artgenossen.

Der Grünstreifen am Bolzplatz Griesberg ist ihr Revier. Hier beschnüffelt die Mischlingshündin das Gras, hier setzt sie die Pfoten an, um in der Erde zu buddeln. Doch es klappt nicht. Ihr fehlt der feste Stand. Missys Hinterläufe sind schwach, sie ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Das Tier hat eine traurige Vergangenheit.

 

„Missy braucht einen vernünftigen Besitzer. Sie ist kein Hund, der in der Vergangenheit lebt. Sie nimmt den Menschen nichts böse.“

Kristin Rottmann sucht einen neuen Besitzer für Missy

„Sie wurde in Tunesien auf der Straße gefunden. Wahrscheinlich hat sie jemand getreten und liegenlassen“, sagt Kristin Rottmann. Der Burscheiderin fällt es schwer, solche Geschichten zu erzählen. Wie jemand einem Tier so etwas antun kann, ist für sie unbegreiflich. Kristin Rottmann schenkt Missy viel Aufmerksamkeit. Sie versucht wettzumachen, was die Hundedame in den ersten Jahren ihres noch jungen Lebens erdulden musste. Missy ist heute etwa fünf Jahre alt, die Lebenserwartung von Mischlingshunden dieser Größe liegt bei etwa 16 Jahren. Er hat also noch ein langes Leben vor sich. Das ist auch der Grund, weshalb Kristin Rottmann alles daran setzt, dass der Hund die Behandlung bekommt, die er benötigt.

Verlassen kann sie sich dabei auf ihre Mitstreiter. Die Burscheiderin sitzt dem Verein „Pfotentisch Burscheid“ vor, der sich vor vier Jahren gefunden hat. Kristin Rottmann ist Mitglied der ersten Stunde. Seit einem Jahr ist der Verein offiziell eingetragen und seitdem aktiver denn je. Regelmäßig werden Informationen zu den aktuellen Aktivitäten auf verschiedensten Kanälen im Internet veröffentlicht.

Der „Pfotentisch“ steht in Kontakt zu anderen Tierschützern aus der Region. Ein Netzwerk ist wichtig, gerade im Fall von Missy. Kristin Rottmann will der Hündin einen neuen Rollstuhl kaufen, der ihr es ermöglicht, sich besser zu bewegen. Heute sträubt sie sich teils, wenn es darum geht, in das Metallgestell geschnallt zu werden. Missy ist eine Vierbeinerin, die unterwegs sein will. Sie will den anderen Pflegehunden, die Kristin Rottmann in ihrer Obhut hat, hinterherlaufen – ob mit oder ohne Rollstuhl.

Missy läuft auch regelmäßig ohne den Rollstuhl

Kristin Rottmann wagt den Versuch und schnallt die Hündin ab. Missy versucht sogleich, aufzustehen und ein paar Schritte über die Wiese zu tapsen. Das gibt der Tierschützerin Hoffnung, dass es ihrem Schützling vielleicht irgendwann bessergehen könnte. Seitdem gibt sie ihr regelmäßig die Möglichkeit, ohne Rollstuhl über die Wiese zu tollen.

Missy ist wackelig auf den Beinen. Die Muskulatur in den Hinterläufen muss neu aufgebaut werden. Immer wieder fällt sie um. Sie zieht sich dann über den Rasen, bis sie wieder die Kraft hat, aufzustehen. Ihre Beine muss sie dann erst wieder sortieren. Sie stolpert.

Diese Augenblicke teilt Kristin Rottmann im Internet mit der Welt. Für den Rollstuhl und die geplante Physiotherapie braucht der Verein Pfotentisch Geld. Der neue Rollstuhl alleine kostet bereits 500 Euro, hinzukommen die Windeln, die der Hund täglich braucht. Missy ist inkontinent, was von der Verletzung herrührt, die ihr in Tunesien zugefügt wurde.

Operiert werden könne der Hund nicht, lautete die medizinische Auskunft, die Kristin Rottmann eingeholt hat. Die Verwachsungen seien zu nah an der Wirbelsäule, die Gefahr, dass Missy sodann komplett gelähmt wäre, ist groß. Das will Kristin Rottmann nicht riskieren. Stattdessen sucht sie nach einen neuen Besitzer, der Missy so nimmt, wie sie nun einmal ist. „Missy braucht einen vernünftigen Besitzer. Sie ist kein Hund, der in der Vergangenheit lebt“, sagt sie. „Sie nimmt den Menschen nichts böse.“

 

 

15.02.2017

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Von Jürgen Heimann

Den „Pfotentisch Burscheid“ gibt es seit vier Jahren. Doch längst verstehen sich die Helfer nicht mehr als Tiertafel, sondern als Tierschutzverein.

Burscheid. Ein Fall aus Burscheid: Ein bis dato voll im Berufsleben stehender Mann erleidet einen Herzinfarkt und kann nach seiner Rehabilitation nicht wieder in seinen Job zurückkehren. Fortan bezieht er eine Berufsunfähigkeitsrente, die nicht ausreicht, den Bedarf des Mannes zu decken.

Doch nicht nur der Mann ist schwer krank, sein Hund leidet unter Epilepsie und muss ebenfalls regelmäßig Medikamente bekommen – für 80 Euro im Monat. „Wir haben den Mann lange unterstützt“, erklärt Kirstin Rottmann, Vorsitzende des Vereins Pfotentisch Burscheid. Und damit beschreibt sie gleich auch, dass sich der Verein längst nicht mehr als „Tiertafel für Burscheid und Umgebung“ sieht, wie es im Untertitel des eingetragenen Vereins heißt. „Es bleibt nicht bei ein bisschen Füttern“, sagt die Burscheiderin. Katzenkastrationen werden übernommen, Vermittlungen von Tieren durchgeführt, sogar als so genannte Vorkontrolle ist Kirstin Rottmann im Auftrag von Tierschutzvereinen unterwegs, die beispielsweise Hunde aus dem Ausland vermitteln. „Es gibt in Burscheid ja keinen Tierschutzverein.“ Allerdings fehle der Vorsitzenden des Pfotentischs Burscheid eine Räumlichkeit, um auch Fundtiere aufzunehmen. Auch das geschehe dennoch ab und zu.

Mit Bürgermeister Stefan Caplan habe sie bereits bei der Weihnachtsfeier des Vereins über entsprechende Ambitionen gesprochen. „Ich bin bereit dafür“, sagt die engagierte Burscheiderin. Doch ein Häuschen mit Grundstück ist nicht so leicht zu finden. Schon gar nicht ein entsprechender Sponsor.

Das weiß Mitbegründerin Ute Lüth schon aus der Erfahrung für die Nahrungsmittelausgabe. „Es kommen wenig Spenden von normalen Leuten.“ Dabei werde laut Kirstin Rottman auch denen geholfen, die kein Hartz IV oder eine viel zu kleine Rente bekämen. „Es kommen auch viele Leute zum Pfotentisch, die ganz normal arbeiten gehen, bei denen es aber nicht ausreicht.“ Über die Hintergründe wisse die Vorsitzende immer Bescheid. Und bei denen, die sie nicht kenne, lasse sie sich den entsprechenden Bescheid zeigen, bevor sie eine Futterdose herausrückt.

Genau die sind übrigens Mangelware beim Pfotentisch. Spenden wie der der Tierbedarfsfirma Zooroyal sei es zu verdanken, dass die Garage an der Höhestraße derzeit gefüllt sei – und am kommenden Samstag bei der Futterausgabe (12 bis 14 Uhr, Haus der Begegnung, Montanusstraße 8) unter Mensch und Tier gebracht werden könne. Dutzende von Katzen und Hunden wollen versorgt werden. „Der Bedarf wächst von Jahr zu Jahr.“

Vor vier Jahren schloss sich Kirstin Rottmann dem Pfotentisch Wuppertal an. Erst vor einem Jahr im März wagte die Burscheiderin den Schritt in die „Selbstständigkeit“ und gründete einen eigenen Verein mit dem Zusatz Burscheid. Etwa seit diesem Zeitpunkt befindet sich die Futterausgabestelle auch im Haus der Begegnung. Früher war die Ausgabe bei der Burscheider Tafel – bis dort der Platz benötigt wurde

 

http://www.wochenpost.de/fileadmin/media/zeitungsarchiv/burscheid/Burscheid%2005-14.pdf#page=2&zoom=auto,0,1304

Der „Pfotentisch“ ist angerichtet

Burscheider Tiertafel sucht Sponsoren

Burscheid (sch) – „Die Armut geht auch in Burscheid rum. Wir möchten verhindern, dass Hunde oder Katzen von bedürftigen Menschen infolge Armut von ihren Familien getrennt, in ein Tierheim gegeben oder ausgesetzt werden. Tiere sind auch Familienmitglieder!….. (Wochenende, Burscheid, Freitag, 31.01.2014)

 

 

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Der Bedarf wächst

Der Pfotentisch Burscheid ist auf Futterspenden angewiesen

 Burscheid (IT).

Sie sind Überzeugungstäter mit einem mehr als großen Herzen für Tiere. Seit bald zwei Jahren kämpfen Kirstin Rottmann und Nicole Merten-Panitz für die Realisierung ihres Traums von einer gerechten Verteilung von Futter auf Burscheider Vierbeiner….

(WOCHENPOST – Dienstag – 28. Januar 2014)

 

 

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Ein Herz für Tiere mit vier Pfoten

Nicole Merten-Panitz und Krissi Rottmann haben die Pläne für ihre Tiertafel der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Burscheider suchen dringend weitere Sponsoren für ihre Projekte. Die derzeitigen Spenden reichen nicht aus….

(KSTA – Erstellt 27.01.2014)

 

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Hilfe für Tierbesitzer ohne Geld

„Ein Leben ohne Mops ist möglich – aber sinnlos.“ Das ist ein Loriotspruch, den viele Hunde- und andere Haustierbseitzer sofort unterschrieben würden. Aber was ist, wenn der Mensch z.B. arbeitslos ist und für das Tier immer weniger Geld übrig bleibt?

(Radio Berg 28. Januar 2014)

 

 

Wochenpost

Ein Beitrag in der Wochenpost.

 

 

 

 

 

 

 

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 »Pfotentisch« will in Burscheid an den Start gehen

Burscheid (IT). Die »Tafel für Tiere« nimmt immer konkretere Formen an. Nach einer mehr als einjährigen Vorbereitungsphase haben es Kirstin Rottmann und Nicole Merten-Panitz nun geschafft und ihre Futtersammelstelle für bedürftige Tiere in Burscheid eingerichtet….

(WOCHENPOST, Kategorie: Lokales Aktuell, Burscheid , Mittwoch 29. Mai 2013)

 

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